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Theater Thikwa:

PROTOKOLL PANKOW
|| ein Porträt-Experiment || 

Peter Pankow ist seit über 30 Jahren als Autor, Schauspieler und bildender Künstler tätig. Bekannt wurde er als Darsteller des seit über 20 Jahren bestehenden Theaters Thikwa. Dominik Bender vom Theater zum westlichen Stadthirschen, ebenfalls Multitalent mit Hang zu Sprachschöpfungen, Dichtung und Fotografie, hat seit 2004 in etlichen Produktionen an beiden Theatern mit Peter Pankow zusammengearbeitet. In PROTOKOLL PANKOW ist ausgehend von zum Teil sehr intimen Interviews ein Text entstanden, in dem die beiden Schauspieler ihr künstlerisches Selbstverständnis und dessen gesellschaftliche Wertschätzung untersuchen. In ebenso komischer wie erhellender Art und Weise erlaubt Peter Pankow dabei auch so manchen Einblick in seinen privaten und biografischen Hintergrund. 17 skurrile Holzfiguren werden Zeugen des Geschehens.

"Ich leg mich noch was hin. Ja. Jetzt ist der Puppenspieler auch weg. Puppe weg, Puppenspieler weg, alle weg. Die Bühne ist voller Puppen und Puppenteile. Und wir fühlen uns wie an der Puppenwand, mit Fäden überwacht, die unsichtbar sind. Ja, und es gibt lauter Seelen, die uns beherrschen wollen. Seelen? Ja. Menschen. Die uns beherrschen wollen? Die mit uns arbeiten wollen. Wir sind aber keine Sklaven. Wir sind Puppen. Ja. Puppen. Wir sind Puppen aus Fleisch und Blut."

mit Dominik Bender und Peter Pankow
Regie: Dominik Bender
Assistenz: Wolfgang Ullrich
Bühne: Isolde Wittke
Licht: Urs Hildbrand

Wiederaufnahme 2012

F40 – Theater Thikwa / Studio
Fidicinstraße 40, 10965 Berlin-Kreuzberg

Foto: Maria Campos Gisbert


Peter Pankow:
"Die Werkstatt"
aus
Protokoll Pankow
work in progress

Theater Thikwa



Theater Thikwa:

SCHIPPELS TRAUM

- ein vorweihnachtliches Qualifying -  

Angeregt von der scharfzüngigen bis sarkastischen Sprache in Carl Sternheims Theaterstücken forschen wir abermals nach dem komischen Potential, welches die bewusste oder grob fahrlässige Verweigerung von Konventionen, Etikette und normierten Verhaltensweisen mit sich bringt. Ausgestattet mit diversen Musikinstrumenten, hochwertigem deutschem Liedgut, einigen Handicaps und einer großen Portion Unverschämtheit im Umgang untereinander entstehen szenische Miniaturen und chorische Zumutungen auf der Suche nach dem einzig wahren und echten Schippel.
Ausgangspunkt ist Sternheims Szenario, in dem ein unehelicher, ungebildeter Proletarier von einer bürgerlichen Chorgemeinschaft zwar als Bastard abgelehnt, aber wegen seiner glockenhellen, makellosen Tenorstimme unbedingt gebraucht wird, um einen Gesangswettbewerb zu gewinnen.
Vier Paare, Babsi und Ernst Schippel, Petra und Don Schippel, Juliane und Uwe Schippel, Nena und Frankie Schippel werden auf einen Parcours geschickt und von zwei eher undurchsichtigen Juroren im Hinblick auf ihr musikalisches Talent und ihre weihnachtliche Kompetenz begutachtet. Auf den Gewinner wartet die Abendkasse.  

„Der Schippel ist ein gequältes Tier. Schippel ist eine Wasserbett-Marke. Schippel ist eine Atomrakete. Ein Schippel ist der Anfang vom Ende. Der Schippel ist ein schizoider Charakter. Das Schippel ist eine Weltzeitkugel auf Abwegen. Schippel ist ein alkoholisches Getränk. Der Schippel ist ein 475 km langer Tunnel. Schippel ist ein Minivulkan. Die Schippel ist eine Liebe mit unendlichen Wiederholungen. Schippel ist eine Kneipe. Die Schippel ist eine Kartoffelsorte.“
 

mit: Deniz Kurtulan, Almut Lücke-Mündörfer, Luzy Mohr, Mereika Schulz, Nico Altmann, Dominik Bender, Wolfgang Fliege, Max Freitag, Torsten Holzapfel, Ingo Joers, Tim Petersen, Wolfgang Weichert
Regie: Antje Siebers
Co-Regie: Dominik Bender
Bühne und Kostüme: Isolde Wittke
Licht: Urs Hildbrand

Wiederaufnahme 2012






KAFKA AM SPRACHRAND

theater zum westlichen stadthirschen






Foto:
Martin Pfahler


DAS ZARTE WIRD JA IMMER ÜBERDROHT

theater zum westlichen stadthirschen






Bühne im
Kleist Forum
Frankfurt (Oder)




 

THEATERARBEITEN:
alle - sofern nicht anders benannt - theater zum westlichen stadthirschen
 
1982 – „Montag Dienstag Donnerstag – falsch“ (Eigenproduktion)

1983 – „Der Frosch“ von Herbert Achternbusch  (Frosch)     „Tangokiller“ von Gertrude Stein  (M)

1984 – „Von Fall zu Fall von Middleton/Rowley  (De Flores, Dr. Alibius)

1985 – „Die Nächte der Cabiria“ von Federico Fellini  (Schauspieler, Hypnotiseur, D´Onofrio)     „Der Ritt über den Bodensee“ von Peter Handke  (Jannings)

1986 – „Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind - oder wollen sie nicht“ von Matthias Zschokke  (Seume)

                                                                                                Foto: David Baltzer

1987 – „Ab 20.07  an 21.29“ (Eigenproduktion)     „Babel“ (Eigenproduktion)  (Heinrich Lummer, Hildegard Knef)

1988 – „Clara S.“ von Elfriede Jelinek  (Schumann)     „Sie müssen jetzt sehr tapfer sein“ – Eigenproduktion zu Goethes Schäferspiel „Die Laune des Verliebten“  (Regie)

1989 – „Penelope“ von Leonora Carrington  (Quatrepieds, Bruder, Puppe)

1990 – „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare  (Theseus, Oberon, Puck)     „Ein Neger mit Gazelle“ von Michael Zochow  (Hermann)     „Sennentuntschi“ von Hansjörg Schneider  (Mani)

1991 – „Ich setz mich nicht mit Polacken“ nach „Levins Mühle“ von Johannes Bobrowski  (Großvater, Habedank, von Tittlack)

1992 – „Die stummen Städte“ nach Ray Bradbury     „Burnout - die Verweigerung des hohen Cehs“ von Oliver Bukowski  (Golem)     „Easy Living“ (Eigenproduktion)  (Johnny)

1993 – „Falterfrau“ (Eigenproduktion)

1994 – „Wolken.Heim.“ von Elfriede Jelinek     „Mina Mina“ von Radeke/Carrington  (Kinderschreck), Neuköllner Oper     „Fucking Random“ von Steve Johnson & Iris Krüger   (Random), Akademie der Künste, X94     „Fisch“ (Eigenproduktion)

1995 – „Yvonne - die Burgunderprinzessin“ von Witold Gombrowicz  (König Ignaz)     „Großstadtnotizen“  (alle Figuren + Autor), Schmalor Theaterproduktion     Ödipus“ von Susanne Schneider  (Ödipus)



1996 – „Lieblieb“ von Ludwig Fels  (Brada)     „Was gibt´s Neues vom Krieg?“ von Robert Bober  (Charles, Georges)

1997 - „...sexualité! - Recherchen des bureau surréaliste”  (Schröder)     „Das große Heft“ von Agota Kristof  (Zwilling)     „Zurück in meinen Käse und mein Nichts!“  (Chronist, Reisender, Felix), Konzerthaus Berlin

1998 – „Rabenthal“ von Jörg Graser  (Rabenthal)     „Ganze Tage - Ganze Nächte“ von Xavier Durringer  (Gaspard)

1999 – „Meine Freunde“ von Emmanuel Bove  (F1)     „Angriffe auf Anne“ von Martin Crimp



                                                                                                 Foto: David Baltzer

2000 – „Liebesgeschichte – letzte Kapitel“ von Jean-Luc Lagarce  (Erster Mann)    
„Die Riesen vom Berge“ von Luigi Pirandello  (Graf)    
„Zur schönen Aussicht“ von Ödön v. Horváth  (Strasser)

2001 – „Gestern“ von Agota Kristof  (Sandor)    
„Der Fürst spricht“ von Jan Peter Bremer  (Hofmeister, Verwalter)    
„Just in Time - rückwärts blau“ (Eigenproduktion)

2002 – „Speeches - Reden nach dem 11. September“  (Schröder), Patrick von Blume - Prod.    
„Trompete Galgen Feuerstrahl“ nach den „Gesprächen mit Schizophrenen“ von Leo Navratil    
„Jetzt“ von Gabriel Josipovici  (Sam, Mann im Park)

TROMPETE
GALGEN
FEUERSTRAHL














Foto: Martin Pfahler


2003 – „Der Witwer von Venedig“ von Gabrielle Wittkop  (Alvise Lanzi / Erzähler)     „Speeches - Kampf um das Gelobte Land“  (Muhammad)

2004 - „Gilgamesch & Enkidu“, Fassung von Andreas Stadler  (Utnapischti - Dramaturgie / Produktionsleitung)    
"Das Zarte wird ja immer überdroht"   (Recherche, Dramaturgie, Schauspiel)

2005 - "Maison de Santé" nach E. A. Poe (Dr. Maillard)

2006 - "Das Mädchen" nach Gaétan Soucy (S4 - Vater, Mineninspektor)

2007 - "Die Flieger" // eine Zuneigung mit Textkörper // (Schauspiel / Regie)   
"Das Geheimnis der verzauberten Juwelen" von Juliane Klein/Birgit Kolb (Sprecher) / Schreyahner Herbst    
"Weil morgen gestern war" // Was will jeder werden aber keiner sein? // (Nathanael Stöcklein & Regie)

2008 - "Brennendes Pferd" (Herr Liebstöckel / Erzähler) / Theater Thikwa
"Kafka am Sprachrand" // Drahtseilakt für 4 hoffnungsvoll überforderte Clowns //
(Schauspiel / Regie)

2011 - "Tintenherz" (Capricorn) / Theater Dortmund KJT
"Schippels Traum" (Hicketier / Co-Regie) / Theater Thikwa

2012 - "Protokoll Pankow" // ein Porträt-Versuch // (Spiel / Konzept / Regie) / Theater Thikwa

alle - sofern nicht anders benannt - theater zum westlichen stadthirschen


TINTENHERZ
Foto: Jürgen Lander


 

Lesungen: KLEISTHAUS BERLIN, HAUS DER KULTUREN DER WELT, ZEITKLÄNGE, KONZERTHAUS BERLIN, SCHAUPLATZ MUSEUM, DEUTSCHLANDRADIO...

                                                      Foto: David Baltzer


SCHLUSSCHOR


Dominik Bender
&
Peter Pankow